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Oberer Eisack - Projektpartner Südtirol Oberer Eisack

Geographische Lage: Das Untersuchungsgebiet liegt am Alpenhauptkamm, ca. 15 km südlich des Brenners. Es umfasst das Sterzinger Becken mit den Talmündungen des Pfitschertales und des Ridnauntales ab Mareit sowie das Eisacktal bis Mauls. Die Hauptgewässer sind der Eisack von Sterzing bis Mauls, der Mareiterbach ab Mareit und der Pfitscherbach ab Wiesen.
Gesamtlänge: Oberer Eisack: 23 Fluss-Kilometer
Projektabschnitt: Oberer Eisack: 10 Fluss-Kilometer, Mareiterbach: 9 Fluss-Kilometer, Pfitscherbach: 4 Fluss-Kilometer
Einzugsgebiet: Gesamt 540 km², Untersuchungsgebiet 21 km²
Höhenlage: 894 m.ü.d.M - 2.750 m.ü.d.M
Durchschnittliches Gefälle: 0,2 %
Flussordnungszahl: Eisack 5, Mareiterbach 4, Pfitscherbach 4
Regimetyp: nivo-glazial
Linienführung: Natürlich: verzweigt – pendelnd – mäandrierend
Heute: gestreckt, begradigt
MQ: 65 m³/s
HQ30: 400 m³/s
HQ100: 550 m³/s
Fischregion: (Übergang zur unteren) Forellenregion
Biologische Gewässergüte: II
Vegetationskundliche Höhenstufe: Submontan


Problemstellung am Modellfluss

Der Flussraum des Oberen Eisack ist von einer extremen Verengung und Begradigung des Gewässers geprägt, was zum Verlust von abflusswirksamen Flächen führte.
Als Folge besteht ab dem HQ30 des Mareiterbaches eine Überflutungsgefahr für Siedlungs- und Gewerbeflächen sowie für internationale Verkehrsverbindungen.
Für die Gewässerökologie bedeutet dies, dass über weite Teile ein schlechter bis unbefriedigender Zustand vorliegt. Eine Ausnahme stellt die Mäanderstrecke am Eisack dar.
Aus dem Pfitscherbach resultiert ein Schwalleinfluss, der sich in den Eisack fortsetzt.
Das Gewässerumland wird landwirtschaftlich intensiv genutzt. Die Auwaldreste sind von den Hauptgewässern durch Schutzbauten und Absenkung der Sohle abgekoppelt.
Für das Untersuchungsgebiet liegt derzeit weder ein abgestimmter Raumentwicklungsplan noch ein abgestimmter Gefahrenzonenplan vor.


Maßnahmen im Rahmen der Flussraumagenda

1. GIS–Grundkonzept und vernetzende Themenkarten
- Digitale Basiskarte
- Datenstandards
- GIS Datenbank, Datenanalyse
- Themenkarten
2. a Gewässersystem, Wasserbau
- Vermessung
- Berechnung HW-Anschlagslinien
- Risikomanagement Maßnahmenvorschläge
b Grundwasserstudie
- Grundwassererhebung
- GW-Modulation
- GW-Dotationsvorschläge
3. Gewässerökologie
- Ist-Zustand Gewässerökologie anhand der Fischfauna und des MZB
- Vorschläge zur Erhaltung-/ Verbesserung der aquatischen Lebensraumausstattung
- Schwallproblematik
- Wiederansiedelung Äsche
4. Ökologie terrestrischer Lebensraum
- Ist-Zustand Strukturausstattung Flussraum (Vegetation; Amphibien, Vögel)
- Vorschläge zur Erhaltung-/ Verbesserung der terrestrischen Lebensraumausstattung
- Anforderungen an Flussaufweitungen
5. Raumplanerische Analyse
- Ist-Zustand Flächenwidmung und -nutzung
- Aktuelle u. geplante Nutzungen im Flussraum
- Problemanalyse
6. Flächennutzung - Nachhaltige Entwicklung
- Einberufung Flussraumforum
- Abstimmung Nutzungsansprüche im Flussraum
- Bericht zur Lösung von Nutzungskonflikten und Zusammenfassung gemeinsamer Ziele
7. Kommunikation Öffentlichkeitsarbeit
- Info-Veranstaltungen, Aufbereitung und Vermittlung von Fach- u. Detailwissen
- Multimediale Präsentation
- Sensibilisierung der Öffentlichkeit über Tagungen, Info-Veranstaltungen
- Organisation von Feiern (abendliche Flusswanderung, Flussfest)
8. Stärken-Schwächenanalyse
- Synthese aller wesentlichen Ergebnisse
- Erläuterung der Problembereiche und deren Lösungsansätze
- Allgemein verständliche Zusammenfassung
9. Fachkonferenzen transnational
- Organisation einer Agendakonferenz
10. Projektkoordination
- Projektstrukturplan
- Kontrolle und Steuerung der Arbeiten
- Förderung der Kommunikation zwischen Projektmitarbeitern aber auch mit Interessenvertretern des Gebietes
   
 


Ansprechpartner

Dr. Peter Hecher
Autonome Provinz Bozen-Südtirol
Abteilung Wasserschutzbauten
C.Battisti - Str. 23, I - 39100 Bozen
E-Mail: peter.hecher@provinz.bz.it




Download

>> Flyer (pdf, deutsch/italiano)
 
   flussraumagenda@alpenforschung.de