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Raab - Projektpartner Steiermark Raab

Geographische Lage: Österreich, Bundesland Steiermark, Ursprung in den Passailer Alpen; Mündung in einen Seitenarm der Donau bei Györ in Ungarn.
Abgrenzung: Ausgang der Raabklamm – Stmk. Bgld. Landesgrenze
Gesamtlänge: ca. 250 Fluss-Kilometer
Projektabschnitt: ca. 61 Fluss-Kilometer
Einzugsgebiet: Österreich 1.078 km², Steiermark 890 km²
Höhenlage: 1.500 m ü.A. (Wasserscheide), 100 m ü.A. (Mündung)
Durchschnittliches Gefälle: 1 ‰ (St. Margarethen), 0,8 ‰ (Landesgrenze)
Flussordnungszahl: 5 bei Mogersdorf (Staatsgrenze)
Regimetyp: pluvio-nival 3 bzw. pluvio-nival B
Linienführung: gestreckt bis mäandrierend
MQ: Pegel Arzberg: 1,18 m3/s
Pegel Feldbach: 6,02 m3/s
HQ100: Pegel Arzberg: 61 m3/s
Pegel Feldbach: 200 m3/s
Fischregion: Epi-/Metarhithral bis Epipotamal (Metapotamal)
Biologische Gewässergüte: Ursprung bis Mitterdorf: I-II
Mitterdorf – Fladnitz: II, danach II-III
Vegetationskundliche Höhenstufe: -


Problemstellung am Modellfluss

Im wesentlichen durchgehende Schwallbeeinflussung
Kontinuumsunterbrechungen
Diffuse Stoffeinträge aus der Landwirtschaft
Nicht bewilligte Wasserentnahmen zu Niedrigwasserzeiten
Massiver Druck von gewerblich – industrieller Seite auf das Hochwasserabflussgebiet (unter anderem Nähe zum steirischen Automobilcluster)
Veränderungen im Feststoffregime (Feststoffrückhalt an den Querbauwerken, Feinmaterialeintrag aus der Landwirtschaft)
Ausreizung der (Selbst-) Reinigungskapazität der Raab durch industriell-gewerbliche Einleiter, generell Beeinträchtigung der Gewässergüte
Massiver Lebensraumverlust durch Gewässerausbau (verlandende Altarme)
Massiver Strukturverlust in der Raab und im gewässergeprägten Umland
Fehlende Pufferung der Raab gegenüber Einflüssen aus dem Umland (Landwirtschaft, Industrie, Gewerbe)
Massive Reduktion der flussbegleitenden Auwälder


An der Raab wurden bisher eine Reihe von – im wesentlichen nicht vernetzten – Untersuchungen zu verschiedenen Themen erstellt. Aufgrund des enormen industriell–gewerblichen Nutzungsdruckes, vor allem in die Hochwasser-Überflutungsräume, ist es notwendig:

Die vorhandenen Daten zu sichten und hinsichtlich ihrer Verwendbarkeit für ein Gewässerbetreuungskonzept zu beurteilen
Ein regional abgestimmtes Leitbild für den Talraum der Raab zu erstellen
Ergänzende Untersuchungen zur Abwicklung eines Gewässerbetreuungskonzeptes durchzuführen


Maßnahmen im Rahmen der Flussraumagenda

1. Restrisikoanalyse „Hochwasserschutz Gleisdorf“
- Erstellung einer Restrisikoanalyse für die Stadt Gleisdorf und Umgebungsgemeinden bezüglich Hochwassergefährdung jenseits des HQ100
   
 


Ansprechpartner

HR DI Rudolf Hornich
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Fachabteilung 19b Schutzwasserwirtschaft
und Bodenwasserhaushalt
Stempfergasse 5-7, A - 8010 Graz
E-Mail: fa19b@stmk.gv.at


Download

>> Flyer (pdf, deutsch)
>> Flyer (pdf, slowenisch)


 
 
   flussraumagenda@alpenforschung.de