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Rhône - Projektpartner Frankreich Rhône

Geographische Lage: Die Rhône entspringt dem Rhônegletscher im Nordosten des Kantons Wallis in der Schweiz und fließt anfangs von Ost nach West. In Martigny macht die Rhône einen markanten 90°-Bogen (das Rhône-Knie) und fließt Richtung Norden. Sie mündet in Bouveret in den Genfersee, den sie in Genf wieder verlässt. Ab Lyon fließt sie von Nord nach Süd und mündet schließlich in der Nähe von Marseille in das Mittelmeer.
Gesamtlänge: 812 Fluss-Kilometer
Projektabschnitt: 522 Fluss-Kilometer (Frankreich)
Einzugsgebiet: 97.000 km²
Höhenlage: 2.431 m.ü.d.M. – Mündung ins Mittelmeer
Durchschnittliches Gefälle: -
Flussordnungszahl: -
Regimetyp: Die Regimetypen der Rhône sind vielfältig: in Höhenlagen herrscht glazialer und nivaler Einfluss vor, im Norden das ozeanische Regime mit hohem Winterwasser, im Süden das mediterrane Regime mit hohem Frühlings- und Herbstwasser.
Linienführung: -
MQ: 1.720 m³/s im Mündungsbereich
HQ100: 8.000 m³/s (bei Montelimar)
Fischregion: -
Biologische Gewässergüte: -
Vegetationskundliche Höhenstufe: -


Ausgangslage bzw. Problemstellung im Modellflussraum in Frankreich

Reduktion der Abflussmengen aufgrund der Wasserkraftnutzung
Beeinträchtigung der Bemühungen zur Gewässerrenaturierung durch übermäßige Kiesentnahme
Die durch die Industrie bedingte Gewässerverschmutzung verringert sich, jedoch nimmt die Gewässerverschmutzung bedingt durch diffuse Einträge aus landwirtschaftlichen Nutzflächen zu
Bei Hochwässern sind 28.000 Einwohner von mittleren Hochwässern (HQ10), 62.000 Einwohner von starken Hochwässern (HQ100) sowie 158.000 Einwohner von sehr starken Hochwässern (HQ1000) betroffen. 13.000 Firmen (bzw. 100.000 Arbeitsplätze) befinden sich auf potenziellen Überschwemmungsflächen.
Nutzungsdruck durch steigende Freizeitaktivitäten am Gewässer
Wassermangel in Trockenperioden
Politische und juristische Problemstellung


Maßnahmen im Rahmen der Flussraumagenda in Frankreich

1. Wasserwirtschaft und Raumplanung, Risikoanalyse
- Analyse von Hochwasserereignissen bzw. Hochwassermanagement in städtischen und stadtnahen Bereichen
2. Sozialfunktion der Flüsse
- Analyse der Sozialfunktion von Flüssen
3. Operation of rehabilitation in aquatic ecosystems of rivers
- Vergleich von Gewässerrenaturierungen – Methodenentwicklung zur Evaluierung des Erfolges von Renaturierungsmaßnahmen
4. Integrative Maßnahmenplanung
- Historisches GIS der Flusskorridore in Lyon
5. Öffentlichkeitsarbeit
- Initiierung eines französischen Netzwerkes von Forschern und Akteuren zum Thema „Interdisziplinäres Flussraummanagement“
- Beitrag für internationales Seminar
- Organisation und Teilnahme an einem internationalen Seminar


Maßnahmen im Rahmen der Flussraumagenda in der Schweiz

1. Erfassung des Ist-Zustandes und ökologische Interpretationen, Defizitanalysen
- Untersuchungen zum Austausch Grundwasser-Flusswasser, Vegetation, Uferfauna, Benthos, Fische
2. Konzepte und Strategien für den Hochwasserschutz und Lebensraumverbesserungen
3. Verminderung des Schwallbetriebes
- Suchen von schwalldämpfenden Maßnahmen


 


Ansprechpartner Frankreich

Prof. Dr. Jean-Paul Bravard
ZABR - GRAIE
Domaine scientifique de la Doua 66 bd Niels Bohr BP 2132
F - 69603 Villleurbanne cedex
E-Mail: zabr@urgc-hu.insa-lyon.fr


Ansprechpartner Schweiz

Dr. Armin Peter
Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (EAWAG)
Überlandstraße 133, CH-8600 Dübendorf
E-Mail: info@eawag.ch



Download

>> Flyer (pdf, français)
 
   flussraumagenda@alpenforschung.de