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Tiroler Achen– Grossache - Projektpartner Bayern, Tirol Tiroler Achen

Geographische Lage: Bundesland Tirol / Österreich und Freistaat Bayern / Deutschland
Bei der Großache bzw. Tiroler Achen handelt es sich um ein und dasselbe Gewässer, das in Tirol als Großache, in Bayern als Tiroler Achen bezeichnet wird.
Gesamtlänge: Tirol: 48 km, Bayern: 24 km
Projektabschnitt: Tirol: 48 km, Bayern: 24 km
Einzugsgebiet: Tirol: 840 km², Bayern 944 km²
Höhenlage: Tirol: 1247 m.ü.d.M. – 600 m.ü.d.M.
Durchschnittliches Gefälle: Tirol: 14 ‰
Flussordnungszahl: Tirol: 8
Regimetyp: alpines Gewässer
Linienführung: geradlinig, teilweise verbaut
MQ: Großache bei Kössen – Hütte: 29,6 m³/s;
HQ30: Großache bei Kössen – Hütte: 500 m³/s;
HQ100: Großache bei Kössen – Hütte: 620 m³/s;
Tiroler Achen: 870 m³/s
Fischregion: Forellenregion
Biologische Gewässergüte: Grossache: II
Vegetationskundliche Höhenstufe: Montan, Subalpin, Alpin


Problemstellung im Modellflussraum im Freistaat Bayern

Parallel laufende Deiche zum Gewässer
Abkoppelung der Auen
Verlust an Retentionsraum
Intensive Umlandnutzung
Sohlanhebung
Verlandung des Chiemsees


Maßnahmen im Rahmen der Flussraumagenda im Freistaat Bayern

1. Ist – Zustandserfassung und Analyse
- Untersuchung der Deltaentwicklung infolge Geschiebe- und Schwebstofffracht
- Grundlagen zur Analyse
- Gewässerentwicklungsplan GIS
2. Umsetzung und pilothafte Investition
- Erstellung eines Hochwasservorhersage / Vorwarnmodells (mit Tirol)
3. Machbarkeitsstudie
4. Öffentlichkeitsarbeit
- Film: Im Banne der Gefahr oder Gefahr gebannt. Hochwasserschutz in Bayern am Beispiel Unterwössen


Problemstellung im Modellflussraum in Tirol

Im kesselartigen Einzugsgebiet der Grossache bringen drei größere Zubringer bei Starkregen große Wassermengen in die Großache, wodurch es immer wieder zu dramatischen Hochwassersituationen in tiefer gelegenen Siedlungsgebieten kommt. Die Verbauung der Großache und die Entkoppelung vieler Nebenflüsse führte zum Verlust an Retentionsräumen und behindert die biologische Durchgängigkeit.


Maßnahmen im Rahmen der Flussraumagenda in Tirol

1. Analysen
-

Auswertung vorhandener Daten, bekannter Ereignisse sowie Beschaffung zusätzlicher, das Abflussgeschehen bestimmende oder beeinflussende Daten.

2. Erstellung eines Prognose-, Niederschlag - Abfluss- und Wellenablaufmodells
- Die im vorhergehenden Schritt ermittelten Daten sollen so aufbereitet, angepasst und in ein „theoretisches Flussgebietsmodell“ (Basis-Software) eingebaut werden, dass der Computer in der Lage ist, den natürlichen Abfluss, insbesondere im Hochwasserfall hinreichend genau zu simulieren. Hiezu werden mehrere Versuchsläufe und Eichvorgänge notwendig sein. Es handelt sich hierbei um die Erarbeitung der besten Strategie im Hinblick auf das angestrebte Ziel „Vorwarnmodell“ und somit um die zentrale Aktivität.
3. Vernetzung
- Diskussion der Ergebnisse mit den Betroffenen
4. Implementierung
- Installierung des unter „Konzepte“ erstellten Modells für den „Echteinsatz“ an geeigneten Orten und mit entsprechenden Zugriffsmöglichkeiten.
 


Ansprechpartner Tirol

DI Hubert Steiner
Amt der Tiroler Landesregierung, Abt. Wasserwirtschaft
Herrengasse 1-3,
A - 6020 Innsbruck
E-Mail: h.steiner@tirol.gv.at


Ansprechpartner Bayern

DI Andreas Baumer
Wasserwirtschaftsamt Traunstein
Rosenheimer Straße 7,
D – 83278 Traunstein
E-Mail: poststelle@wwa-ts.bayern.de


Download

>> Flyer (pdf)


 








 
   flussraumagenda@alpenforschung.de