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| Geographische Lage: |
Das Untersuchungsgebiet
liegt am Alpenhauptkamm, südlich der
Zillertaler Alpen. Es umfasst die Ahr im
Nord-Süd ausgerichteten Tauferer Tal
von Mühlen in Taufers bis Bruneck.
Die betroffenen politischen Gemeinden sind
Sand in Taufers, Gais und Bruneck. |
| Gesamtlänge: |
53 Fluss-Kilometer |
| Projektabschnitt: |
15 Fluss-Kilometer |
| Einzugsgebiet: |
Gesamt 629 km²,
Untersuchungsgebiet 5,4 km² |
| Höhenlage: |
813 m.ü.d.M. -
2.450 m.ü.d.M. |
| Durchschnittliches
Gefälle: |
0,25 % |
| Flussordnungszahl: |
5 |
| Regimetyp: |
nivo-glazial |
| Linienführung: |
Natürlich: verzweigt,
pendelnd
Heute: pendelnd, größere Verzweigungsbereiche
fehlen |
| MQ: |
50 m³/s |
| HQ30: |
340 m³/s |
| HQ100: |
458 m³/s |
| Fischregion: |
(Übergang zur
unteren) Forellenregion |
| Biologische Gewässergüte: |
II |
| Vegetationskundliche
Höhenstufe: |
Submontan |
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Problemstellung
am Modellfluss |
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Vom Standpunkt der Hochwassersicherheit
sind derzeit einige Siedlungs- und Gewerbeflächen
von einer Überflutungsgefahr bedroht.
Besonders drastisch ist die Situation
in St. Georgen bei Bruneck, wo bei HQ
100 mit einer großflächigen Überflutung
des Dorfes zu rechnen ist.
Die Untere Ahr im Tauferer Tal gehört
aufgrund der pendelnden Linienführung
und ihres relativ hohen Anteils (40%) an
unverbauten Ufern zu den landschaftlich
attraktivsten Flusslandschaften Südtirols.
Dennoch bestehen aus gewässerökologischer
Sicht einige Problembereiche, da in den
vergangenen 150 Jahren knapp die Hälfte
der abflusswirksamen Flächen in landwirtschaftlich
genutzte Flächen, Siedlungsgebiete
oder Verkehrswege überführt wurde.
An mehreren Abschnitten wurde massiv Geschiebe
entnommen.
Zusammenfassend bedeutet dies für
die Untere Ahr:
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Verlust von Flusslebensraum
und Gewässerstrukturen (Verzweigungen
und Schotterbänke) |
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Veränderung des Fließgewässercharakters
(Rhitralisierung durch Verengung) |
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Verlust von Auwaldlebensraum
(Abkoppelung von der Ahr durch
Schutzbauten, Eintiefung des Flussbettes
und damit die Senkung des Grundwasserstandes) |
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Beeinträchtigte laterale
Vernetzung (nicht alle Seitenbäche
sind für Fische zugänglich) |
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Gefährdung und Beeinträchtigung
der Au- und Nebengewässer |
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Schwalleinfluss durch Speicherkraftwerk
aus Mühlwalderbach |
In naturschutzfachlich sensiblen Bereichen
der Flusslandschaft herrscht z.T. hoher
Nutzungsdruck durch Intensivbeweidung und
Freizeitaktivitäten wie Rafting, Reiten,
etc. |
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Maßnahmen
im Rahmen der Flussraumagenda |
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| 1. |
GIS –Grundkonzept und
vernetzende Themenkarten
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Digitale Basiskarte |
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Datenstandards |
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GIS Datenbank, Datenanalyse |
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Themenkarten |
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| 2. |
Entschädigungsverfahren Hochwasserpolderflächen
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Schätzung einer objektiven
Entschädigungssumme |
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Arbeitsgruppe Fördermöglichkeiten
für Hochwasserrückhalteflächen |
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Volkswirtschaftliche Betrachtung
(ökonomische u. soziale
Belange) |
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| 3. |
Naturerlebnis Flussraum
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Gestaltung von 2 Flusserlebnisplätzen |
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Einbindung Tourismusverein
und Gemeinden |
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Naherholung |
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| 4. |
Kommunikation Öffentlichkeitsarbeit
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Info-Veranstaltungen,
Aufbereitung und Vermittlung
von Fach- u. Detailwissen |
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Multimediale Präsentation |
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Sensibilisierung der Öffentlichkeit über
Tagungen, Info-Veranstaltungen |
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Organisation von Feiern
(abendliche Flusswanderung,
Flussfest) |
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| 5. |
Stärken- Schwächenanalyse
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Synthese aller wesentlichen
Ergebnisse |
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Erläuterung der Problembereiche
und deren Lösungsansätze |
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Allgemein verständliche
Zusammenfassung |
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| 6. |
Fachkonferenzen transnational
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Organisation einer Agendakonferenz |
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| 7. |
Projektkoordination
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Projektstrukturplan |
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Kontrolle und Steuerung
der Arbeiten |
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Förderung der
Kommunikation zwischen Projektmitarbeitern
aber auch mit Interessenvertretern
des Gebietes |
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Ansprechpartner
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Dr. Peter Hecher
Autonome Provinz Bozen-Südtirol
Abteilung Wasserschutzbauten
C.Battisti - Str. 23, I - 39100 Bozen
E-Mail: peter.hecher@provinz.bz.it
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